Volleyball - Rückfall in schlimmste Zeiten

Osterholzer Kreisblatt - 16.01.2017

von Tobias Dohr

Die Volleyballerinnen des TV Hambergen sind nach der tollen Leistung am vergangenen Heimspieltag brutal auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt worden. Beim Schlusslicht der Landesliga 3, dem Bremer Stützpunktteam, kassierte die Mannschaft von TVH-Trainer Thomas Hehlmann eine unerwartet deutliche 0:3 (22:25, 20:25, 22:25)-Niederlage.

„Ich habe mein Team nicht wiedererkannt“, resümierte der Hamberger Coach. „Da war heute ein komplett anderes als letztes Wochenende auf dem Feld.“ Vor Wochenfrist hatten die Hambergerinnen Spitzenreiter Geestemünde mit einer überragenden Leistung noch an den Rand einer Niederlage gebracht, beim Schlusslicht wollte nun von Anfang an rein gar nichts gelingen. Vom ersten Ballwechsel an übte die junge Bremer Mannschaft Druck auf die Gäste aus. Druck, den die TVH-Damen in dieser Form offenbar nicht erwartet hatten.

Zwar konnte sich in keinem der drei Sätze ein Team mal so richtig absetzen, doch da die Hehlmann-Schützlinge plötzlich wieder mit ihren alten Schwächen zu kämpfen hatten, zogen sie am Ende eines jeden Durchgangs stets den Kürzeren. Am deutlichsten zeigte sich dies im Angriff, der laut Hehlmann so schwach ausfiel wie lange nicht mehr. Aber auch die hohe Fehlerquote bei den Aufschlägen trug dazu bei, dass die Hambergerinnen viele Punkte ohne Not verschenkten. Symptomatisch war dann der Matchball: Obwohl der Gegner nicht einmal einen Block gestellt hatte, landete der Hamberger Angriff weit im Aus.

TV Hambergen: Gerken, Harnisch, Hölzel, Klingbiel, Kortjohann, Prigge, Schmidt, Schramm.

 

Volleyball - "Wir waren einfach mal dran"

Osterholzer Kreisblatt - 11.01.2017

von Tobias Dohr

Der erste Spieltag im neuen Jahr ist für die Volleyballerinnen des TV Hambergen zu einer großen Genugtuung geworden. Das Team von Trainer Thomas Hehlmann gewann nicht nur das wichtige Duell gegen den Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt, den TSV Neuenwalde, mit 3:1. Zuvor hatte der Landesliga-Aufsteiger auch dem unangefochtenen Spitzenreiter ESC Geestemünde einen kaum für möglich gehaltenen Fight geliefert.

TV Hambergen – ESC Geestemünde 1:3 (25:14, 13:25, 23:25, 23:25): Als der erste Satz vorüber war, da rieben sich nicht nur die Zuschauer ungläubig die Augen. Auch Thomas Hehlmann und seine Spielerinnen sowie die Gäste aus Geestemünde konnten kaum glauben, was da gerade passiert war. 14:25 – so deutlich hatte der Tabellenführer überhaupt noch nie einen Satz in der bisherigen Saison abgegeben. Für Hehlmann war es letztlich das Resultat der starken Trainingsarbeit der vergangenen Wochen.

„Wir haben das Training umgestellt, das hat sich in den letzten Spielen schon etwas angedeutet und heute so richtig bemerkbar gemacht.“ In der Abwehr freute sich Hehlmann über „wache“, im Angriff über „nervenstarke“ Spielerinnen. Genau das hatte in den vergangenen Wochen gefehlt. Sinnbildlich für das neue Selbstvertrauen standen Ann-Karin Gerken im Angriff und Jasna Kortjohann in der Abwehr.
Volleyball Damen Hambergen Landesliga © Hans-Henning Hasselberg
Rundum zufrieden: Hambergens Trainer Thomas Hehlmann. (Hans-Henning Hasselberg)

Kortjohann fischte Bälle vom Boden, von denen sie wohl selbst nicht geglaubt hatte, diese kriegen zu können. Und Gerken zeigte im Angriff endlich wieder jene Kraft und Energie, die sie auch für den Spitzenreiter zu einer ernst zu nehmenden Gefahr werden lässt. Der zweite Satz ging zwar deutlich an die Gäste, aber im dritten und vierten Durchgang blieb es über die komplette Spielzeit umkämpft. Im vierten Satz führten die Hambergerinnen dann sogar schon wieder mit 10:4, wurden am Ende aber noch abgefangen. Trotzdem gab es nach Spielschluss nur zufriedene Gesichter und anerkennende Worte vom Gegner.

TV Hambergen – TSV Neuenwalde 3:1 (25:20, 26:28, 25:22, 29:27): Das knappe 1:3 gegen den Klassenprimus sorgte für eine zusätzlich breite Brust bei den Gastgeberinnen. „Das hat viel ausgemacht“, spürte auch Thomas Hehlmann das gestiegene Selbstvertrauen. Nach dem Gewinn des ersten Satzes ging es im zweiten Durchgang in die Satzverlängerung. Die Hehlmann-Schützlinge wehrten zwar noch drei Satzbälle ab, mussten dann aber doch den Ausgleich hinnehmen.

In den vergangenen Wochen hätte dieser Rückschlag vermutlich die Partie zum Kippen gebracht, doch diesmal machten die TVH-Damen unbeirrt weiter. Besonders Monika Petras spielte sich mit tollen Angriffen über die Außenposition nun in den Vordergrund und sorgte dafür, dass der dritte Satz mit 25:22 an die Gastgeberinnen ging. Als der vierte Durchgang begann, hatten die Hambergerinnen spielübergreifend bereits vier Stunden auf dem Platz gestanden.

Das routinierte Team aus Neuenwalde versuchte nun noch einmal alles, hatte sogar Satzball, doch das Hehlmann-Team behielt auch jetzt einen kühlen Kopf und nutzte schließlich den Matchball zum umjubelten 29:27. „Wir waren heute einfach mal dran“, freute sich Thomas Hehlmann nach der starken Vorstellung seiner Mannschaft, die sich nun in Sachen Klassenerhalt durchaus wieder etwas ausrechnen darf. Am Sonnabend steht das Auswärtsspiel bei der Stützpunktauswahl Bremen an, danach folgen weitere Partien gegen die unmittelbare Konkurrenz aus dem Tabellenkeller. Hehlmann: „Mit dieser Leistung müsste da eigentlich auch etwas möglich sein.“

TV Hambergen: Gerken, Hölzel, Klingbiel, Kortjohann, Petras, Prigge, Schmidt, Schramm, Speck, Harnisch.

 

Volleyball - Hehlmann-Team will zweiten Sieg

Osterholzer Kreisblatt - 05.01.2017

von Tobias Dohr

Während der Spielbetrieb beim Fußball noch für einige Wochen ruhen wird, geht es für die Volleyballerinnen und Volleyballer gleich am ersten Wochenende des neuen Jahres wieder voll zur Sache. Besonders für das Damenteam von Landesliga-Aufsteiger TV Hambergen steht dabei ein ganz entscheidender Spieltag auf dem Programm.

Das Team von Trainer Thomas Hehlmann kämpft noch immer um den zweiten Saisonsieg und möchte diesen nur zu gerne am vorletzten Heimspieltag der Saison nun endlich auch einfahren. Soll es mit dem Klassenerhalt doch noch etwas werden, dann müsste vor allem die Partie gegen den TSV Neuenwalde gewonnen werden, gegen den es im zweiten Spiel ab circa 17 Uhr geht. Zuvor dürften die Trauben gegen den ungeschlagenen Tabellenführer ESC Geestemünde (15 Uhr) wohl etwas zu hoch hängen.

Auch die Männer vom VSK Osterholz-Scharmbeck (Landesliga 2) sind bereits wieder im Einsatz. Der Tabellenzweite will sich im Kampf um die Meisterschaft beim Tabellenneunten VG Delmenhorst-Stenum II keinerlei Blöße geben. Der MTV Wilstedt (Landesliga 3) möchte beim TSV Buxtehude-Altkloster II wichtige Zähler für den Klassenerhalt holen.

Volleyball - Nichts zu holen in Geestemünde

Osterholzer Kreisblatt - 21.12.2016

von Tobias Dohr

Die Landesliga-Volleyballerinnen vom TV Hambergen standen bei Tabellenführer ESC Geestemünde erwartungsgemäß auf verlorenem Posten. Das Team von Trainer Thomas Hehlmann unterlag am Ende sehr deutlich mit 0:3 (17:25, 11:25, 14:25) beim auch weiterhin verlustpunktfreien Klassenprimus. „Besonders im ersten Satz konnten wir den Gegner dabei aber ganz gut ärgern“, hatte der TVH-Coach trotz der klaren Niederlage durchaus auch positive Dinge gesehen.

Besonders Außenangreiferin Pia Prigge war in dieser Szene richtig gut drauf und vom Block des Spitzenreiters kaum in den Griff zu bekommen. Erst gegen Ende des Durchgangs mussten die Hambergerinnen die Überlegenheit des Verbandsliga-Absteigers anerkennen.

In den Sätzen zwei und drei machte sich dann vor allem eines bemerkbar: „Unsere Eigenfehlerquote ist einfach zu hoch. Und zwar nicht, weil die Mädels es nicht können, sondern weil sie häufig immer noch zu nervös sind“, bilanzierte Hehlmann. Mit Ina-Katharina Peter hat sich zudem eine ganz wichtige Spielerin vorerst mit Rückenproblemen abgemeldet. „Die Mannschaft stößt ganz klar an ihre Grenzen, aber es ist klasse, wie alle weiterhin gut mitziehen und keiner sich aufgibt“, so Hehlmann.

TV Hambergen: Gerken, Hölzel, Klingbiel, Kortjohann, Prigge, Schmidt, Schramm, Speck, Harnisch.

Volleyball - Die Fehlerquote ist zu hoch

Osterholzer Kreisblatt - 24.11.2016

von Christian Thiemann

In der Landesliga 3 gab es für die Volleyballerinnen des TV Hambergen erneut nichts zu erben. In den beiden Heimspielen verlor die Mannschaft ohne ihren verhinderten Trainer Thomas Hehlmann gegen den TV Eiche Horn III und die SG Oferndiek/Ofen jeweils mit 0:3. Bitter war dabei vor allem die Niederlage im zweiten Spiel, in dem das von Thorsten Heitmann betreute Team eine starke Leistung zeigte.

TV Hambergen – TV Eiche Horn III 0:3 (13:25, 10:25, 17:25): Gegen den Tabellendritten TV Eiche Horn III fanden die Volleyballerinnen des TVH zunächst gut in die Partie. Der erste Satz startete zumindest ausgeglichen, wurde dann aber doch klar mit 13:25 abgegeben. Auch danach fing sich die Mannschaft um Britta Bödecker nicht und war im zweiten Durchgang fast chancenlos. 10:25 lautete das Endergebnis des zweiten Satzes aus Sicht der Heimmannschaft, die zu viele Punkte leichtfertig herschenkte.

Im letzten Durchgang bot der TVH noch mal etwas länger Paroli und hielt den Satz lange ausgeglichen. Jana Kortjohann machte eine starke Partie und punktete immer wieder. Außerdem blockte Kortjohann am Netz extrem stark. Dass es für die Hambergerinnen trotzdem nicht zum Satzgewinn reichte, lag an der Unkonzentriertheit in der Annahme, die immer wieder leichtfertig Bälle herschenkte und das 17:25 ermöglichte. Auch die vielen Wechsel von Thorsten Heitmann brachten nicht die gewünschte Sicherheit ins Spiel.

TV Hambergen – SG Oferndiek/Ofen 0:3 (17:25, 21:25, 25:27): Vor dem zweiten Heimspiel ersetzte Britta Bödecker im Mittelangriff Lynn Harnisch, weswegen die großen Spielerinnen aus Oferndiek/Ofen immer schlechter punkten konnten. Bödecker zeigte neben einer guten Leistung im Angriff auch einen starken Block, während Wiebke Hölzel und Lina Klingbiel in der Feldabwehr immer besser wurden.

Trotzdem ging der erste Satz mit 17:25 recht klar an die Gäste, die im zweiten Durchgang schon nicht mehr ganz so leicht zu Punkten kamen. Hambergen steckte auch nach dem neuerlichen Rückstand nicht auf und setzte die Gäste weiter unter Druck. Dass Oferndiek/Ofen weiter oben in der Tabelle steht, machte sich aber auch im zweiten Satz bemerkbar, sodass der TV Hambergen auch diesen Durchgang am Ende mit 21:25 abgab.

Dass der dritte Satz auch der letzte war, war lange nicht zu erkennen. Hambergen brachte seine Angriffe gut durch und brach immer wieder durch den Block der SG. Trotz einer hohen Führung schaffte es der TVH nicht, den Satz über die Runden zu bringen und musste sich dann nach einem vergebenen Satzball mit 25:27 beugen. „Mit der Leistung vom letzten Satz kann die Mannschaft sehr zufrieden sein. Und das gibt Hoffnung für die nächsten Spiele“, sagte Thorsten Heitmann anschließend, war aber auch der Meinung: „Zum Ende eines jeden Satzes haben wir es nicht geschafft die eigenen Fehler zu minimieren und die Punkte zu machen.“

TV Hambergen: Gerken, Hölzel, Klingbiel, Kortjohann, Kosak-Becker, Petras, Prigge, Schmidt, Schramm, Bödecker, Harnisch.