Volleyball - Der Abstieg ist besiegelt

Osterholzer Kreisblatt - 07.02.2017

von Tobias Dohr

Jetzt steht der Abstieg der Landesliga-Volleyballerinnen des TV Hambergen auch rechnerisch fest. Am letzten Heimspieltag der Saison kassierte das Team von Trainer Thomas Hehlmann zwei weitere Niederlagen gegen die direkte Konkurrenz aus Oldenburg und Bremen. Zwei Spieltage vor Saisonende steht somit fest, dass die Hambergerinnen nach nur einer Spielzeit in der Landesliga 3 zurück in die Bezirksliga müssen.

TV Hambergen – Oldenburger TB III 1:3 (14:25, 16:25, 25:20, 9:25): Die Oldenburgerinnen kamen als direkter Tabellennachbar nach Hambergen gereist, doch an diesem Nachmittag trennte die beiden Teams sogar mehr als eine Liga voneinander. Das lag aber mitnichten an der Schwäche des Hehlmann-Teams, sondern vielmehr an einer einzigen Spielerin in Reihen der Gäste. Die Oldenburgerinnen hatten sich mit einem 15-jährigen Nachwuchstalent verstärkt, dass sonst im Kader der ersten Damen in der Regionalliga aufläuft.
„Das war einfach eine andere Welt“, berichtete Hehlmann über den Auftritt der knapp 1,90 Meter großen Mittelblockerin, die die Hambergerinnen praktisch im Alleingang erledigte. Gleich im ersten Satz ging es mit einer Aufschlagserie los, an deren Ende die Gastgeberinnen mit 0:11 hinten lagen. Diesem Rückstand liefen die TVH-Damen dann erfolglos hinterher. Im zweiten Satz blieb es immerhin bis zum 9:10 spannend, ehe Oldenburg erneut davonzog. Der dritte Durchgang verdeutlichte dann noch einmal, wie entscheidend der Einfluss der jungen OTB-Spielerin war.
Sprungaufschläge in Perfektion
Denn bezeichnenderweise konnten die Hambergerinnen prompt den Satz gewinnen, als der OTB seine Ausnahmeathletin schonte. Nun konnten Jasna Kortjohan und Britta Speck in der Mitte auch mal wieder eigene Blockaktionen erfolgreich zu Ende bringen. Doch in Satz vier, als die Oldenburgerinnen dann zurück wechselten, war es das alte Bild: „Das war schon wirklich frustrierend für meine Spielerinnen, wenn der gegnerische Mittelblock 40 Zentimeter über dem Netz steht“, berichtete Hehlmann. Und als wäre das nicht genug, feuerte die Oldenburgerin gleich noch mal zehn beeindruckende Sprungaufschläge ab. Nach einer knappen Viertelstunde war der vierte Satz und damit auch das gesamte Spiel verloren.
TV Hambergen – BTS Neustadt II 0:3 (16:25, 17:25, 10:25): Auch wenn die Partie gegen die routinierte Mannschaft aus der Bremer Neustadt im Endergebnis noch deutlicher verloren wurde als die erste Partie, zog Thomas Hehlmann dennoch ein versöhnliches Fazit: „Das war das stärkere Spiel von uns am heutigen Tag.“
Das lag vor allem daran, dass die Hambergerinnen nun auch wieder ernsthaft an eine echte Chance glaubten. „Die erste Partie hat der Mannschaft diesbezüglich mental doch ganz schön zu schaffen gemacht“, erklärte TVH-Trainer Hehlmann. Doch bei der BTS Neustadt II war eben keine derartige Ausnahmeathletin zu entdecken und so entwickelte sich von Beginn an ein ausgegelichenes Spiel. Erst bei 14:14 mussten die Gastgeberinnen im ersten Satz abreißen lassen.
Im zweiten Durchgang blieb es noch etwas länger offen, nicht zuletzt durch die starken Angriffe von Pia Prigge, die nun ihre stärkste Phase hatte. Nachdem aber auch dieser Satz nicht von Erfolg gekrönt war, ließ die Motivation zu Beginn des vierten Durchgangs doch deutlich nach. Als dann auch noch die Kräfte schwanden, hatte der Gegner leichtes Spiel, um den Sack endgültig zuzumachen.
TV Hambergen: Prigge, Speck, Kortjohann, Gerken, Klingbiel, Schramm, Schmidt, Petras.

 

Volleyball - Eine Leistung die Mut macht

Osterholzer Kreisblatt - 31.01.2017

von Tobias Dohr

Rein rechnerisch ist der Klassenerhalt zwar immer noch möglich, doch nach dem 1:3 (25:23, 22:25, 16:25, 21:25) des TV Hambergen bei der BTS Neustadt III will sich Thomas Hehlmann lieber vom Blick auf die Tabelle der Volleyball-Landesliga 3 lösen. Stattdessen will der TVH-Trainer in den noch verbleibenden vier Saisonspielen lieber an der fehlenden Sicherheit arbeiten, mit der sein Team noch immer zu oft zu kämpfen hat.

Auch in der Neustadt hätte ein bisschen mehr Selbstvertrauen und ein anderes Selbstverständnis sicherlich den Ausschlag pro Hambergen gegeben. Denn sportlich brauchten sich die Gäste keineswegs hinter den Stadtbremerinnen zu verstecken. Und das obwohl mit Marion Schramm und Angelika Kosak zwei Stellerinnen fehlten. Ann-Karin Gerken übernahm diesen Part jedoch nahezu ohne Substanzverlust.
Auch der Rest vom Team startete gut und sicherte sich schließlich knapp den ersten Satz. Ebenso knapp ging es weiter. Erst bei 22:22 mussten die Hambergerinnen abreißen lassen. Besonders im dritten Satz machte sich dann das Fehlen von Mittelblockerin Lynn Harnisch bemerkbar. Im vierten Durchgang versuchten die Hehlmann-Schützlinge dann noch einmal alles – vergeblich. „Unser Spiel hat mir trotzdem gut gefallen“, so der TVH-Coach.
TV Hambergen: Gerken, Hölzel, Klingbiel, Kortjohann, Prigge, Schmidt, Speck.

 

 

Volleyball - TVH verliert Spiel und Harnisch

Osterholzer Kreisblatt - 24.01.2017

von Tobias Dohr

So langsam schwindet bei den Volleyballerinnen des TV Hambergen die Hoffnung auf eine erfolgreiche Aufholjagd in der Landesliga 3. Nach der 0:3 (11:25, 19:25, 20:25)-Auswärtsniederlage bei der SG Ofendiek/Ofen benötigt das Team von Trainer Thomas Hehlmann schon ein mittelgroßes Wunder, um den Klassenerhalt noch zu schaffen.

Als wenn die bittere Pleite der Hambergerinnen nicht schon schlimm genug gewesen wäre, so setzte es beim Tabellenvierten auch noch den nächsten personellen Nackenschlag. Mit Lynn Harnisch verletzte sich im zweiten Satz die letzte noch verbliebene Mittelblockerin. Nach einem wieder einmal viel zu nervösen Beginn und dem schnellen Verlust des ersten Durchgangs wehrten sich die Gäste aber trotzdem nach Kräften. Doch die zwischenzeitliche Führung konnte nach dem Harnisch-Ausfall nicht ins Ziel gerettet werden. Im dritten Satz waren die Hehlmann-Schützlinge dann erneut gleichwertig und holten sogar einen Achtpunkterückstand auf. Doch auch nun blieb den Gästen das Pech an den Fingern kleben.

TV Hambergen: Gerken, Harnisch, Hölzel, Klingbiel, Petras, Prigge, Schmidt, Schramm.