Traditionsverein feiert mit Juxturnier 25 Jahre Korbball
Text und Fotos mit freundlicher Genehmigung von Andreas Hannuschek, www.vollerso.de
Hambergen. Spiel, Spaß und Spannung gab es jüngst drei Stunden lang in der Uwe-Brauns-Halle in Hambergen. Die Korbballabteilung vom TV "Frisch auf" Hambergen durfte die erste Duftnote zum 100-jährigen Geburtstag des Vereins setzen und tat dieses mit einem Juxturnier. Die Korbballer feierten gleichzeitig ihren eigenen 25. Geburtstag und luden Ehemalige, Partner und Freunde zum Mitspielen ein.
Acht Teams mit jeweils vier Spielen kamen zusammen, in zwei Gruppen wurden die beiden jeweils stärksten Gemeinschaften für das Halbfinale ausgespielt. Damit die Teams einigermaßen gleichstark waren, hatten die Hamberger den Korbballprofis die Mitspieler zugelost. Jede Mannschaft bekam einen Namen, der es schon als Hit aus den 1980er Jahren zu Ruhm brachte. Damit ersparte sich die Turnierleitung um Wiebke Katz das ständige Aufrufen der Teams. Wenn "I'm still standing" und "Wake me up before you go go" aus den Lautsprechern klang, war sofort klar, wer auf den Platz musste.
Unschlagbar erwies sich nicht nur in der Vorrunde das Team "Bruttosozialprodukt". Es gewann alle Partien. Hinter ihnen in der Gruppenphase landete "Wake me up", obwohl diese das direkte Duell ebenso verloren wie auch das Spiel gegen "99 Luftballons". Das gute Korbverhältnis verhalf in die Endrunde. Dort bekamen die Vier es mit "The wild boys" zutun, die wiederum trotz Niederlage gegen "Jump" in der Gruppe vor ihnen landeten.
"Jump" wiederum machte es "Bruttosozialprodukt" im Halbfinale nicht leicht und musste sich erst nach dem vier Meter Werfen geschlagen geben. Endspielgegner wurde letztlich der Gruppengegner "Wake me up", der im Halbfinale ein lockeres 4:0 gegen "The wild boys" heraus spielte. Das Endspiel gewann "Bruttosozialprodukt", das sich aus Britta Bödeker, Britta Beining, Susanne Kracke und Rudi Brem zusammen setzte mit 2:0.
Gespielt wurde natürlich nach den gültigen Korbballregeln. Als "Korbfrau" musste jeweils die Teamkleinste herhalten. Bei den vielen Laien mussten die drei Schiedsrichterinnen Nadia Brem, Ulrike Heckelen und Stefanie Grotheer gut aufpassen und schön die Schritte mitzählen. Drei sind erlaubt, einmal darf geprellt werden, Dribblings sind komplett verboten. Weil der Spaß im Vordergrund stand, achteten die Drei auch strikt auf ein "körperloses" Spiel.
Mit der aktuellen Korbballbundesligaspielerin Gabi Schnibbe, in Hambergen startete sie ihre Karriere, hatte das Juxturnier sogar sportliche Prominenz zu bieten. Ebenso freute sich der Vorsitzende des Hamberger Vereins Uwe Brandhorst über sportliche Einsätze. Brandhorst schaffte es sogar ins Finale, vielleicht unter Mithilfe der vielen Tipps, die ihm Fritz Hesemann von der Seitenlinie immer wieder zurief: "Nicht mit der Brechstange! Achte auf die Schritte!" Spiel und Spannung blieben bis zum Finale, und der Spaß? Der auch, bestätigte unter anderem Dietmar Wonneberger: "Wir waren zwar nur Punktelieferant, aber Spaß hat es trotzdem gemacht. Die kurzen Laufwege waren ganz schön anstrengend und die langen Kerle stehen ja noch voll im Saft." Damit war unter anderem der gefühlt fünf Meter große Rudi Brem gemeint, der locker viele hohe Bälle abfing.
     
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