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Aktuelles - Aktuelles Volleyball
Geschrieben von: Jörg Schäpe   
Mittwoch, 13. Januar 2010 19:53

Spielbericht weibliche Jugend TV Hambergen vom 27.09.2009

 

Wer war wohl aufgeregter, Trainer oder Mannschaft? Für Beide war es eine Premiere.

Begonnen hatte es Ende letzten Jahres, als plötzlich 8 Mädchen in der Halle standen und unbedingt mit Volleyball beginnen wollten. Dem frischgebackenen Trainer Jörg Schäpe war das nur recht. Bald kamen noch 2, dann wieder 3, dann noch 3 – 5 Mädchen dazu, so das im Moment 16 Mädchen zwischen 12 und 17 Jahren trainieren und auch unbedingt am Punktspielbetrieb teilnehmen wollten.

 

Der Spartenleiter hat dann für die Spielsaison 2009/2010 eine Mannschaft in der normalen Bezirksliga gemeldet, womit der Trainer aber nicht einverstanden war. Die Mädchen sind zu jung, um gegen gestandene Teams anzutreten. Jetzt wurde ein Team in der U16 gemeldet.

Diese Staffel spielt nur mit 4 Spielerinnen in einem auf ca. 6 m verkleinerten Feld mit dem so genannten portugiesischen Aufschlagsystem. Das bedeutet, keine Spielerin einer Mannschaft hat mehr als 2 Aufschläge hintereinander. Sehr praktisch für das Alter.

 

Es stellte sich heraus, dass nicht alle Mädchen aus Altersgründen in dieser Klasse spielen dürften. Sogar 3 andere Vereine haben ihre Meldungen für die Klasse zurückgezogen, weil sie der Meinung waren, das das Hamberger Team zu stark wäre!? Es gab eine kleine Onlinediskussion mit Vertretern des Bremer Volleyballverbandes, einigen Trainern und Funktionären mit dem Ergebnis: die Klasse Jugend U20 ist nicht so stark, da sollten wir starten. Die Spielpläne wurden erneut umgeschrieben und am Samstag war es dann so weit.

 

3 Sätze galt es zu gewinnen, maximal 4 Sätze werden gespielt (nicht 5 wie bei den Grossen“).

Dafür sind es an den Spieltagen aber 3 Partien, die ausgetragen werden (nicht 2, wie …..).

Gleich beim ersten Spieltag Heimrecht zu haben, hat einiges von der Nervosität genommen.

Spielbeginn war 10 Uhr, Treffen um 9 Uhr. Der Trainer kam 3 – 4 Minuten zu spät, der erste Gegner war schon da (es war gar nicht so weit wie wir angenommen haben), als die Halle aufgeschlossen werden konnte. Der selbstgebackene Kuchen wurde abgestellt, das Netz musste aufgebaut werden. Die Halle wurde „eingerichtet“ mit Bänken an der Seite, Hockern für die Linienrichter und einem großen Kasten für das Schiedsgericht.

 

Warmmachen vor dem ersten Spiel wurde vom Trainer angeordnet, zu zweit nach etwas warmlaufen, um in Bewegung zu kommen. Dann kam die schwere Aufgabe für den Trainer:

wen von den 10 anwesenden Mädchen stelle ich zuerst auf? Das alle spielen sollte, war klar.

Im Training hatten sich von den gemachten Fortschritten doch einige Mädchen empfohlen, die dann auch beginnen mussten. Später wurde dann gewechselt. Zur Freude der Anwesenden stellten sich bald auch Zuschauer in der Halle ein, die das Hamberger Team anfeuerten.

 

Das erste Spiel gegen die 2. Mannschaft des Nachbarn VSK OHZ hatte dann auch schon Überraschungen für den Trainer dabei, denn die Mädchen kennen sich teilweise aus der Schule und – viel wichtiger, Hambergen gewann erst einen, dann auch noch einen 2. Satz, so dass das Spiel unentschieden ausging. Damit hatte Jörg Schäpe nicht gerechnet. Der hatte nämlich erst einmal damit zu tun, die kleinen Zettel mit den Nummern zu füllen, die „seine“ Mädchen auf dem Trikot tragen und rechtzeitig beim Schiedsgericht abzugeben, damit die Aufstellung im Spielberichtsbogen vermerkt werden kann und zusätzlich den Spielerinnen sagen, wer denn auf´ s Feld geht und wer die Mannschaftsführerin vertritt, wenn sie nicht in der Erstaufstellung ist und wann eine Auswechselung oder eine Auszeit zu nehmen ist und und und ………..

 

Es hat alles geklappt! 2 Sätze gewonnen und das im ersten Spiel – das lässt hoffen.

 

Im 2. Spiel gegen den TuS Walle war dann schon so etwas wie Routine vorhanden. Das Zettelschreiben ging besser, nachdem die Auslosung um Ball und Seite vollbracht war.

Die Spielerinnen fanden sich zunehmend besser auf dem Feld zurecht, nur der Gegner ließ nicht so viel zu wie der VSK.

 

In diesem 2. Spiel musste Trainer Jörg Schäpe auf Rieke Wöhler wegen eines Schwimmwettkampfes verzichten, Daher war der Kader mit nur noch 9 Aktiven etwas geschwächt. Das Spiel war aber trotzdem spannend. Nicht nur das, auch gegen Walle konnte ein Satz gewonnen werden, was später im 3.Spiel noch zu der Bemerkung führte: „und wir haben 2 Sätze gewonnen“!

 

Es folgte eine weitere Premiere: Schiedsgericht stellen.

 

Erst zwei Wochen vor den ersten Punktspielen war für 13 Mädchen aus Hambergen die Schiedsrichterprüfung. Der Schiedsrichterwart hatte die Prüfung in Hambergen abgenommen, für die die Mädchen etwa 2 Wochen zuvor erst haben üben können, weil es erst ab 1. September die neuen Spielregeln in Heftform gibt. Das sie fleißig geübt haben, in der kurzen Zeit aber nicht alle alles behalten konnten, ist verständlich. Immerhin haben 7 Mädchen die Prüfung bestanden. Die meisten Prüfungsfragen hatte Anna-Sophie Schütz richtig, die dann auch als „Erste Schiedsrichterin“ auf den großen Kasten steigen musste. Sie hat Ihre Aufgabe ganz souverän gelöst. Als 2. Schiedsrichterin stand Justine Grimm auf der anderen Feldseite,

ebenso souverän. Den Spielberichtsbogen gefüllt haben Mannschaftsführerin Jaqueline Zimmer und Tamara Kölpin, die Klapptafel hat Mona Hirdler bedient. Die anderen Mädchen haben als Linienrichter fungiert. Auch hier: alles hat prima geklappt.

 

Was für den Trainer nicht neu war, waren Fragen wie:

Wie lange dauert das Spiel?

Müssen wir alle hier bleiben?

Wann ist das Spiel zu Ende?

 

Die Antworten sind für jeden Volleyballer gleich:

bis es zu Ende ist!

Na klar!

Wenn es zu Ende ist!

 

Es folgte noch der Umkleidekabinendurchgang (um vergessenes oder verlorenes zu finden) und die Hallenbegehung (dto.), dann konnte der Trainer um 15 Uhr die Halle schließen.

Sehr zufrieden mit dem Tag, aber auch ein wenig geschafft! Sein Team hatte zu diesem Zeitpunkt bereits mehr Sätze gewonnen, als die anderen Hamberger Volleyballteams.

 

 

 

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